Die eigenen vier Wände schön zu gestalten und einzurichten macht Spaß und viele Menschen beweisen dabei eine große Liebe fürs Detail. Doch eines wird dennoch häufig vergessen oder vernachlässigt: die Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen. Wer sich diesbezüglich bisher wenig Gedanken gemacht hat, sollte die Sicherheit seines Heims dringend überprüfen. Denn Diebstähle gehören zu den häufigsten Straftaten in Deutschland. Darunter fallen auch Wohnungseinbruchsdiebstähle. Dabei kann schon das Ergreifen einfacher Maßnahmen dazu führen, dass so manch ein Einbrecher sein Vorhaben erfolglos abbrechen muss.
Fenster und Türen sichern
Der Einbrecher, der die Scheibe einschlägt, um ins Innere des Hauses zu gelangen ist ein Klischee. Richtig ist jedoch, dass die meisten Wohnungseinbrüche über Terrassentür, Balkontür oder Fenster begangen werden. Die Scheibe einzuschlagen ist dafür meist jedoch gar nicht nötig. Die Einbrecher verschaffen sich in der Regel mithilfe eines Schraubenziehers und dem Aufhebeln von Tür oder Fenster Zugang ins Haus – und das binnen weniger Sekunden. Vor allem Glasschiebetüren sind bei Einbrechern ausgesprochen beliebt.
Fenstern und Türen sind sicherheitstechnisch gesehen ein Schwachpunkt am Haus. Wer neu baut oder gerade saniert oder modernisiert, sollte dies gleich mitberücksichtigen und neue Türen und Fenster mit entsprechenden Sicherheitsstandards wählen. Zu achten ist beim Neueinsetzen von Fenstern, Balkon- und Terrassentüren auf die Widerstandsklasse (RC für Resistance Class). Je höher die Widerstandsklasse, umso einbruchsicherer ist das Fenster bzw. die Tür, denn umso schwieriger lassen sie sich aufhebeln.
Übrigens: Investitionen in die Haussicherheit werden staatlich gefördert. Es gibt bis zu 20 % Zuschuss bei Kosten bis 1.000 € von der KfW. Investitionen von bis zu 15.000 € werden mit 10 % bezuschusst. Zuschuss für das Treffen von Sicherheitsmaßnahmen. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Einbau fachgerecht von einem Experten durchgeführt wird. Wer komplett in Eigenregie aufrüstet hat keinen Anspruch auf die staatliche Förderung.
Aber auch nachträglich lassen sich Fenster und Türen gut sicherer machen. Es gibt zahlreiche geeignete Sicherungssysteme, die vor Einbruch schützen. Folgende Möglichkeiten haben sich bei der nachträglichen Sicherung bewährt:
⦁ Scharnierseitensicherungen: Sie kommen ohne Schlüssel aus. Für die Verriegelung muss lediglich ein Stift ins Schloss gedrückt werden.
⦁ Stangenschlösser sichern Fenster und Türen gegen Aufhebeln. Die Stangen greifen automatisch in die Riegelführung, wenn das Fenster geschlossen wird.
⦁ Fensterschlösser: Damit ein Fensterschloss wirklich Sicherheit bietet, muss es den Fensterflügel mit dem Fensterrahmen oder der Wand verbinden. Wenig Sicherheit bieten Griffverriegelungen, die nicht das gesamte Fenster, sondern nur den Griff sperren. Das Fenster kann so trotzdem ganz einfach ausgehebelt werden.
⦁ Fenstergitter: Sie sind der Klassiker unter den Maßnahmen zum Wohnungsschutz und tatsächlich sehr wirkungsvoll. Sie bieten sich als Maßnahme an, wenn die Fenster auch einmal in Abwesenheit der Hausbesitzer geöffnet bleiben sollen.
Veröffentlicht am von Christine Bauer über homify-Magazin
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