Monday, October 18, 2021

7 Einrichtungstipps für die eigene Bibliothek mit Lesezimmer

Bibliothek press profile homify Rustikale Arbeitszimmer

Das Lesen gehört zu den beliebtesten Hobbys der Deutschen. Kein Wunder: Wer zieht sich nicht gerne aus dem Alltag zurück, um auf einem bequemen Sessel in die unterschiedlichsten Abenteuer und Geschichten einzutauchen? Einige Bücher fesseln dabei so sehr, dass man sie nicht mehr aus den Händen legen möchte – auch dann nicht, wenn die Bibliothek schließt.  

Jeder, der Bücher liebt, träumt daher von einer eigenen Bibliothek mit Lesezimmer, um diesem Hobby so oft und so ungestört wie möglich nachgehen zu können, unabhängig von Öffnungszeiten und anderen Faktoren. Umso schöner ist es, in seinem Haus oder in der Wohnung ein ganzes Zimmer zur Verfügung zu haben, das ganz nach dem eigenen Geschmack und Bedarf für entspannte Lesestunden gestaltet werden kann. Hier findet ihr eine Anleitung, wie ihr Schritt für Schritt eine Bibliothek mit einrichten könnt. 

Den eigenen Wunsch-Stil finden

Wer an eine Bibliothek denkt, denkt meistens zuerst an dunkle Massivholzmöbel und Ledersessel. Schließlich war der Kolonialstil früher in Bibliotheken weit verbreitet und bis heute werden sie in den meisten Filmen und Serien aus Hollywood entsprechend inszeniert. Wer sich zuhause also ein Zimmer mit antikem Charme einrichten möchte, das beinahe wirkt wie aus einem „Harry Potter“-Buch entflohen, ist mit dem Kolonialstil sicherlich gut beraten. 

Durch die dunklen Möbel sowie Teppiche versprüht er eine gewisse Gemütlichkeit und hilft dabei, sich wie in einer anderen Welt zu fühlen. Allerdings kann er vor allem kleine Räume geradezu erdrücken, weshalb er eben doch eher für die klassische und entsprechend große Bibliothek geeignet ist. 

Für das kleine Lesezimmer im eigenen Zuhause können sich daher andere Einrichtungsstile besser eignen. In jedem Fall muss die Bibliothek natürlich zum eigenen Geschmack passen, damit ihr euch darin rundum wohlfühlt. Viele Menschen bevorzugen dafür zum Beispiel hellere Möbel und Wandfarben oder sie möchten das Zimmer ganz in ihre Lieblingsfarbe tauchen. Hauptsache, der Raum ist komfortabel und regt zum Wohlfühlen an. 

Sinnvoll ist es, sich vorab darüber Gedanken zu machen, in welchem Stil die Bibliothek mitsamt Lesezimmer gestaltet werden soll, um einen einheitlichen Look zu kreieren. Denn ein bunter Stilmix bringt Unruhe in den Raum und lenkt vom wirklich Wichtigen ab – den Büchern. 

Hier sind einige Ideen für Einrichtungsstile, die für eine Bibliothek mit Lesezimmer anstelle des Kolonialstils infrage kommen:

⦁ Boho-Stil,

⦁ Gründerzeitstil,

⦁ Industrial Chic,

⦁ Landhausstil,

⦁ Moderner Stil,

⦁ Shabby Chic und 

⦁ Skandinavischer Stil.

Schlussendlich ist egal, ob das klassische Chesterfield-Sofa in die heimische Bibliothek einzieht oder ein kuschliger Hängesessel. Es kommt lediglich darauf an, dass sich eine stimmige Optik ergibt, die zum Hereinkommen und Verweilen in der Bibliothek sowie im Lesezimmer einlädt. 

Idealerweise ruft euer neuer Hobbyraum direkt ein Gefühl von Entspannung hervor, wenn ihr ihn betretet. Der Stil muss deswegen nicht zwingend zum Rest der Wohnung oder des Hauses passen. Stattdessen darf hinter verschlossenen Türen gerne eine gänzlich andere, unerwartete Welt auf euch warten. Es lohnt sich, vor der Gestaltung ein bisschen im Internet und in Magazinen zu stöbern, um sich Inspiration zu holen und die eigenen Ideen zum ganz individuellen Wunsch-Stil zusammenzusetzen. 

Passende Möbel aussuchen

Erst, wenn der gewünschte Stil feststeht, macht es Sinn, sich nach entsprechenden Möbeln umzusehen. Manchmal kann dafür sogar bereits Vorhandenes genutzt werden, vielleicht ein übriggebliebenes Bücherregal oder der alte Sessel von den Großeltern. 

Was nicht perfekt zum gewünschten Einrichtungsstil passt, kann gegebenenfalls umgestaltet werden. Beispielsweise können Holzmöbel restauriert oder Sitzgelegenheiten neu bezogen werden. Es ist also durchaus sinnvoll, erst einmal jene Dinge zu nutzen, die bereits vorhanden sind, und erst dann das Fehlende zu kaufen. Das spart Müll und unnötige Kosten. Zudem erhält die Bibliothek noch mehr Charakter, wenn ihre Einrichtung eine Geschichte erzählt.

Bei der Einrichtung liegt der Fokus in der Bibliothek natürlich auf den Bücherregalen und im Lesezimmer auf den Sitzmöbeln. Diese sollten daher zuerst ausgesucht werden, damit anschließend ergänzende Möbel wie ein kleiner Couchtisch oder auch die Dekoration passend gekauft werden können. 

Bei den Regalen stehen prinzipiell zwei Optionen zur Auswahl:

⦁ Offene Bücherregale oder

⦁ geschlossene Bücherregale.

Klassischerweise sind die Regale in einer Bibliothek offen, damit der Buchrücken sichtbar bleibt. Das erleichtert die Suche nach bestimmten Büchern und sieht noch dazu schick aus. Allerdings bringt diese Option einen großen Nachteil mit sich: Die Bücher sind nicht geschützt und stauben dadurch ein. Auch Beschädigungen wie ein Ausbleichen durch die Sonne oder Schimmel durch Feuchtigkeit drohen unter Umständen. Um das zu verhindern, können geschlossene Bücherregale die bessere Alternative sein. Dort sind die Bücher geschützt, was das Sauberhalten der Bibliothek und des Lesezimmers erheblich erleichtert. Schließlich soll sie nicht zur zusätzlichen Verpflichtung im Haushalt werden, sondern zu einer kleinen Wohlfühloase, um genau diesem zu entfliehen. 

Geschlossene Regalsysteme sind also durchaus eine Überlegung wert. Sie bringen zudem optisch mehr Ruhe in den Raum und kaschieren so manches Regal, das vielleicht noch nicht voller Bücher steht. Vor allem zu Beginn ist die Buchsammlung in der eigenen Bibliothek meist nicht allzu groß. Aber dazu später mehr. Wer hingegen nach einem Kompromiss sucht, der wählt einfach Bücherregale mit Glastür, um die Vorzüge beider Optionen zu nutzen. 

Bleibt noch die Frage nach der Sitzecke offen. Sie ist das Zentrum des Lesezimmers und steht ganz im Zeichen der Gemütlichkeit. Die Sitzgelegenheiten müssen daher eine bequeme Position beim Lesen ermöglichen. Bestenfalls sind sie sogar so konzipiert, dass ihr verschiedene Positionen einnehmen und sie immer wieder wechseln könnt. Das ist bei längeren Lese-Einheiten außerdem gesünder für den Rücken, als stundenlang in der gleichen Körperhaltung zu verharren. 

Zudem muss bei all diesen Positionen ein gutes Licht zum Lesen herrschen. Ob dafür ein Sessel, ein Sofa, ein Sitzsack gewählt wird oder der bereits erwähnte Hängesessel, ist eigentlich egal. Letzterer bringt zugleich den Vorteil mit sich, dass er aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften flexibel umgestellt werden kann. Eben je nachdem, wo gerade das beste Licht herrscht. Denn der Sessel ist freihängend an einem Gestell befestigt, das weniger sperrig umpositioniert werden kann als ein massiver Sessel oder ein ganzes Sofa. Noch dazu ist der Korb bei den meisten Hängesessel-Modellen transparent gestaltet, sodass von allen Seiten ausreichend Licht durchscheinen kann. 

Selbstverständlich sind genauso Alternativen oder eine Kombination mehrerer Sitzmöbel möglich. Aus diesem Grund sollte auch diese Frage vorab und höchst individuell beantwortet werden. 

Für eine hauseigene Bibliothek mit Lesezimmer braucht es mehr als nur ausreichend Bücherregale. Dazu gehören auch gemütliche Sitzmöbel. Je nach verfügbarem Platz und persönlichen Präferenzen, kann das ein Sitzsack sein, ein Sofa oder ein oder mehrere Sessel. Die Auswahl an Sessel-Modellen ist ebenfalls groß und reicht vom klassischen Sessel über den Ohrensessel bis zum Hängesessel. Über letzteren informiert der Kundenlink und dient somit als weiterführende Quelle. 



Veröffentlicht am von Christine Bauer über homify-Magazin

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